Der Tod, der unwiederbringliche Verlust eines Kindes, ist der nie zu Ende geträumte Alptraum aller Eltern. (U. Goldmann-Posch)

Dieser Alptraum wird aber Wirklichkeit für Mütter und Väter immer wieder und überall. Denn der Tod des eigenen Kindes ist die furchtbarste Erfahrung für Eltern überhaupt.

Kinder sterben an Krankheiten, an Unfällen, an Suizid. Manchmal kommt der Tod ganz plötzlich, manchmal ist er absehbar. Es sterben Kinder noch im Mutterleib, als Babys, als kleine Kinder, als große oder schon längst erwachsene Kinder sterben. Es gibt keine Sicherheit und keinen Schutz dagegen.

Der Verlust des ungeborenen Kindes trifft Eltern fast immer unvorbereitet. Mit dem Ungeborenen sterben ihre Träume, Hoffnungen und Zukunftspläne. Es gibt keine gemeinsame Zeit und keine gemeinsamen Erinnerungen über die gesprochen werden, die bewahrt werden können. Obwohl längst eine Bindung, eine Liebesbeziehung entstanden ist, gab es kein Kennenlernen.

Die Tatsache, dass der Bauch noch nicht sichtbar war, niemand das Baby kannte, und es keine Erinnerungen gibt, die mit anderen geteilt werden können, führen dazu, dass es als nicht „wirklich“ angesehen wird, dass unsere Gesellschaft solch einen Verlust also abwertet und tabuisiert. Für Betroffene ist es dann sehr schwer ihre Trauer zu leben.

Hat ein Kind gelebt, hatte es eine Persönlichkeit, einen Namen, einen Platz in der Familie, einen Platz im Lebensentwurf der Eltern. Es gibt viele gemeinsame Erinnerungen und eine gemeinsame Lebensgeschichte, die jäh geendet hat. Es wird keine gemeinsame Zukunft geben.

Immer ist der Tod ein Verlust, der mit einem noch nie erlebten Schmerz verbunden ist.

Wir gehen davon aus, dass unsere Kinder uns überleben werden - wir in ihnen weiterleben.

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