Gesprächsgruppen für trauernde Eltern

Es handelt sich um eine geschlossene Gesprächsgruppe für Betroffene. Geschlossen bedeutet, dass es sich um einen festen Teilnehmerkreis handelt und keine neuen Personen während dieses Zeitraums hinzukommen können.

Pro Jahr werden 2 Zyklen zu je 5 Terminen angeboten - immer dienstags um 19. 30 Uhr in den Räumen der pro familia Beratungsstelle.
Die Anmeldung zu einem Zyklus ist verbindlich. Danach hat man die Wahl, ob man noch an einem weiteren Zyklus teilnehmen möchte oder nicht.


Die Gesprächsgruppe mit Betroffenen besteht seit 2001.

Trauernde Mütter und Vater sind willkommen, - unabhängig von der Todesursache ihres Kindes und ob ihr Kind bereits im Mutterleib, als Baby, als kleines Kind, als großes oder schon längst erwachsenes Kind gestorben ist. Auch wie lange der Verlust ihres Kindes zurückliegt, ist nicht wichtig.

Hier gibt es einen Ort für die Trauer, und es kann über das Kind und das Erlebte gesprochen werden. Zwar macht das Sprechen über das tote Kind immer wieder traurig, trotzdem erleichtert und entlastet es.

Der Weg durch die Trauer ist ein sehr langer und schwerer Weg und führt mitten durch sie hindurch. In der Gruppe kann dieser Weg ein Stück gemeinsam gegangen werden. Dadurch wird er nicht kürzer oder leichter, aber die Betroffenen sind nicht alleine. Die eigene Verzweiflung kann hier von anderen Eltern nachempfunden werden.

Oft fällt es schwer, sich nach dem Tod eines Kindes in der gewohnten Welt zurechtzufinden, diese erscheint fremd und schmerzhaft. Die Gruppe macht Hoffnung und Mut, zeigt, dass es ein Weiterleben, ein Überleben trotz der Trauer um das tote Kind gibt. Mit dem Kind darf nicht alles andere, was das Leben ausmacht, mitsterben. Jeder Trauernde ist es wert, genau wie die, die ihm nahe sind, dass er sein eigenes Leben lebt.

Die Fähigkeit des Trauerns ist auch eine Kraft, die als Chance genutzten werden kann. Sie ermöglicht es dem verstorbenen Kind einen neuen, anderen Platz im Leben zu geben - mutig Neues zu probieren.

Gerade in unsere heutigen Gesellschaft sind der Tod und die damit verbundene Trauer ein unerwünschtes Thema. Oft hält das soziale Umfeld Trauernde auf Dauer nur schwer aus und verliert schnell die Geduld.
Deshalb kann eine solche Gesprächsgruppe eine große Entlastung für die trauernden Eltern sein.


Gruppenabende

Die fünf Gruppenabende bauen inhaltlich aufeinander auf, deshalb ist eine Teilnahme an allen Abenden verbindlich.
Nach einer kurzen verbalen oder mit einer Körperübung verbundenen Einstimmung geht es um folgende Themen:

  1. Abend: Zunächst geht es um das Kennenlernen der Anderen und vom Berichten über das eigene Schicksal, den eigenen Verlust.

  2. Abend: Den Verlust begreifen und annehmen.

  3. Abend: Den Schmerz der Trauer und des Verlustes, die Verzweiflung und andere Gefühle zulassen.

  4. Abend: Sich in einer Realität zurechtfinden ohne das Kind. Sich einem Leben ohne das Kind stellen. Risiken und Ressourcen einschätzen.

  5. Abend: Sich dem neuen, veränderten Leben wieder zuwenden und dem Toten in diesem einen neuen anderen Platz geben.

Am Ende des gemeinsamen Gesprächs gibt es ein gemeinsames Abschiedsritual, ein Gedicht, eine Geschichte…

Die Teilnehmer werden in ihrer Lebenssituation angenommen und in der Gruppe wird ihrem Trauererleben Raum gegeben. Dabei ist wichtig zu erleben, dass der Einzelne seiner Trauer nicht ausgeliefert ist, sondern selbst für sein weiteres Leben nach dem Verlust verantwortlich ist, auch wenn noch nicht klar ist, wie das Ziel aussehen kann.


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Terminplan

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