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Aktuelles
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Rückblick |
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Die nächste Gesprächsgruppe beginnt 2012.
Termine:
31.1.2012
28.2.2012
27.3.2012
24.4.2012
22.5.2012
Die
Gesprächsgruppe trifft sich immer dienstags um 19.30 Uhr bis ca. 21.30
Uhr in den Räumen der pro familia Beratungsstelle, Grabenstr. 1,
Göppingen.
Annette Meier-Braun steht Ihnen für Beratung, Fragen und
Informationen rund um das Thema Trauer zur Verfügung. Sie erreichen Sie
unter der Nummer: 07162/919355 oder 07162/970163 oder per Email: meier-braun@verwaiste-eltern-gp.de.
Gedenkgottesdienst zum Weltgedenktag für verstorbene Kinder
"Licht der Hoffnung"
am Sonntag, den 11. Dezember 2011 um 15 Uhr
in der Stiftskirche Bad Boll.
Im Anschluss sind Angehörige, Interessierte, Betroffene herzlich zum Gespräch bei Tee, Kaffee und Gebäck eingeladen.
Die Erwachsenenbildung der Evangelischen Kirche Bad Boll und
die Verwaisten Eltern Göppingen
Informationen zum Weltgedenktag
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Rückblick
Die „Verwaisten Eltern Göppingen“ / pro familia Beratungsstelle
feierten ihr 10jähriges Bestehen.
Vortrag mit Petra Hohn,
1. Vorsitzende des Bundesverbandes verwaiste Eltern in Deutschland
/Veid e.V.
- Thema: „Wenn Kinder sterben – wie geht das Leben
weiter?“
- Am: Freitag, den 29. April 2011
- Um: 19 Uhr
- Im: Bürgerhaus Göppingen (Kirchstraße 11)
Mittwoch, 7. Februar 2007: Vortrag zur
Geschwistertrauer
Wenn ein Kind ein Geschwister verliert, wird es zu einem doppelten
Verlierer. Es hat nicht nur Bruder oder Schwester verloren, sondern
auch die Eltern, die es einmal hatte.
Jedes Kind trauert individuell und in den verschiedenen Alterstufen ist
der Ausdruck der Trauer oft ganz unterschiedlich.
Notizen zum Vortrag
Thomas Bäumer ist systemischer Therapeut und Sozialpädagoge. Er
arbeitet im Förderverein für Krebskranke Kinder in Tübingen und ist
dadurch sehr erfahren in dieser Thematik. Er ist Ansprechpartner
des Arbeitskreises für
trauernde Eltern und Geschwister in Baden-Württemberg ( ATEG-BW ).
Mehr zum Thema
Geschwistertrauer auf der ATEG-Website
Weltgedenktag 2006
Rehabilitationsmaßnahme
für verwaiste Familien
Unser Aufenthalt in der
Nachsorge Klinik Tannheim
Ein halbes Jahr,
nachdem unser Sohn an Leukämie gestorben war, erkämpften wir uns eine
Reha für verwaiste Familien.
Der Leiter der Klinik, Herr Wehrle, hilft einem bei der Beantragung der
Maßnahme, aber man muss der Krankenkasse, die einen z.B. auf Mutter-
Kind-Kuren verweist, die Stirn bieten. Man glaubt ja keine Kraft mehr
zu haben, um sich zu wehren..., freundlich bleiben...,
argumentieren,...
Das Konzept von
Tannheim bezieht die gesamte Familie mit ein und bietet ein umfassendes
Programm individuell abgestimmt auf jeden Einzelnen.
Der Hauptbaustein ist eine Gesprächsgruppe.
Jede
Mutter-Kind- Kur (oder sonstige) kann das nicht gewährleisten.
Der Kraftaufwand lohnt sich!!! Der Zustand, in dem man sich nach dem
Verlust eines Kindes befindet, schreit nach kompetenter Hilfe!
Die findet man dort!
Das gesamte Personal ist freundlich und hilfsbereit. Sie wissen, mit
welchem Gefühlschaos die Betroffenen dort ankommen
Jeder wird angenommen so, wie er ist - man braucht die Hilfe nur noch
ANNEHMEN!
Pflicht sind die Gesprächsgruppen, in denen Raum gegeben wird zu
sprechen, zu trauern... und auch zu schweigen!
Das Ganze mit verschiedenen Themen von Therapeuten ohne Druck geführt.
Die Geschwister sind optimal betreut und bekommen auch therapeutischen
Beistand.
Es gibt ein
vielfältiges Angebot in der Freizeit, und es ist leicht Kontakt zu
bekommen oder sich zurückzuziehen.
Für die verwaisten Familien gibt es einen extra Raum, um unter sich
sein zu können.
Als sehr gut haben wir empfunden, dass jede Woche der Programmplan
besprochen wurde und man seine Aktivitäten für sich und in der Gruppe
festlegen und korrigieren konnte.
Die ganze Reha ist darauf ausgelegt, dass man sich vier Wochen nur
darum kümmern muss, dass es einem selber wieder besser geht: von Kopf
bis Fuß.
Für uns war es
ein Meilenstein in unserer Trauerbewältigung.
Wir haben wieder Schritte, wenn auch kleine, in das LEBEN unternehmen
können.
Ich danke meinem Mann, der mich dazu gedrängt hat.
Die Zeit dort
war natürlich kein „Pappenstil“, wir haben es unterschiedlich erlebt-
ich persönlich hätte Wände einrennen können, war aggressiv und lustlos
depressiv.
Sport war früher sehr wichtig für mich, und nun sollte mein Körper
irgend etwas tun... ich kam mir total lächerlich vor, was soll das?
Über das Bewegen sind die verrosteten schweren Glieder wieder nach und
nach gängiger geworden - und damit auch der Geist.
Wir haben erlebt, dass es anderen gleich geht wie uns, wir sind normal
in dieser Situation mit unseren Gefühlen. Das haben wir Zuhause nicht
so erleben können, da wir von einer anderen „Normalität“ umgeben waren.
Es geht jeder unterschiedlich mit Trauer um, auch das zu verstehen ist
ein kleiner Meilenstein.
Paare können sich nur bedingt gegenseitig helfen. Beide liegen am
Boden.
So hart es auch
ist, sich seiner Situation zu stellen, zu sagen: das ist mein Leben,
mein Schmerz : Ich / Wir brauchen Hilfe.
So gut ist es, dass es Hilfe gibt - man kann das Schicksal nicht
ändern, aber das „Fenster“ durch das man es anschaut.
Als Familie haben wir dort viel Schönes erlebt: Schwimmen, Spazieren,
Sport, Basteln, Kreativität für Geist und Seele, sportlichen Ausgleich
für Körper und Muskeln...
Wir haben gelacht!!!
Ich brauche
immer noch Hilfe und habe eine Weile suchen müssen, um den passenden
Therapeuten zu finden ... suchen lohnt sich!
Das Leben wird nicht mehr das Alte sein – aber die Maßnahme ermöglicht
es einem wieder einen „roten Faden“ zu finden, ermöglicht es einem
einzelne Momente des Leben zu schätzen – manchmal auch schon in kurzer
Folge....
Die Kinder
wollen doch keine „leblosen“ Eltern ... und auch wir wollen wieder
einmal „ehrlich“ lachen!
Ich hoffe, es ist auch eine Möglichkeit für Sie, um wieder das Schöne
in dieser Welt zu entdecken.
Viel Glück, Mut
und Kraft wünsche ich Ihnen.
Jedes Leben ist
in der Tat
Ein Geschenk
Egal wie kurz
Egal wie zerbrechlich.
Jedes Leben ist
ein Geschenk
Welches für immer
In unserem Herzen weiterleben wird.
Ulrike Wolz
Info:
Nachsorgeklinik Tannheim -
Angebot für verwaiste Eltern
www.tannheim.de
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